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refinq erhält €2,2m Seed-Finanzierung

Wiener Start-Up refinq baut neue Generation von Risiko- und Resilienzsoftware: €2,2m für skalierbare physische Risk Intelligence

Management-Team von refinq

Wien, 10. Februar 2026 — refinq entwickelt Software, mit der Unternehmen physische Risiken aus Klima- und Naturveränderungen frühzeitig erkennen, bewerten und aktiv steuern können. Für den weiteren Ausbau dieser präventionsorientierten Risk Intelligence Plattform hat refinq eine Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von EUR 2,2 Mio abgeschlossen bestehend aus €1,9m Eigenkapital sowie einer FFG-Förderung von € 300.000. Die Runde wird angeführt vom aws Gründungsfonds (Lead) und Symbia VC (Co-Lead). Ebenfalls beteiligt sind Fund F sowie Business Angel Olivier Schwab.

Die Lücke in der Risikomodellierung schließen

Während herkömmliche Risikomodelle physische Risiken meist über agregierte Wahrscheinlichkeiten und Szenarien abbilden, bleibt eine zentrale Frage unbeantwortet: Warum ist ein konkretes Asset an genau diesem Standort verwundbar – und was bedeutet das operativ und finanziell?

refinq schließt diese Lücke, indem hochauflösende Geodaten mit proprietären Informationen zur strukturellen Vulnerabilität von Standorten verknüpft werden. Dadurch werden Umweltfaktoren zu konkret quantifizierbaren, priorisierbaren und steuerbaren Risiken, die direkt in unternehmerische Entscheidungsprozesse einfließen können.

Mit diesem Ansatz erzielt refinq bereits signifikante Umsätze mit namhaften Kunden wie den Wiener Stadtwerken, thyssenkrupp oder Mayr-Melnhof. Insbesondere bei kritischer Infrastruktur, industriellen Produktionsstandorten und kapitalintensiven Assets liefert die Plattform Entscheidungsgrundlagen, die über klassische Gefahrenmodelle hinausgehen.

Unternehmen erhalten damit nicht nur ein besseres Verständnis ihrer Risiken, sondern können Investitionen, Schutzmaßnahmen und Versicherungsstrategien gezielt priorisieren, um Ausfallrisiken und zukünftige Schäden zu reduzieren. Dieser Ansatz beschränkt sich nicht auf einzelne Assets: Mehrere Kunden von refinq analysieren auf der Plattform auch ihre gesamte Wertschöpfungskette und überwachen dabei tausende Standorte gleichzeitig, um Risiken systematisch zu steuern und Resilienz entlang der Liefer- und Produktionsnetzwerke aufzubauen.

Prävention statt nur Schadensmanagement

Der Ansatz von refinq setzt bewusst vor dem Schadensfall an. Statt sich auf agregierte Schadenserwartungen zu beschränken, analysiert die Plattform Hydrologie, Landnutzung und den Zustand von Ökosystemen auf Asset-Ebene, um die strukturelle Verwundbarkeit von Standorten sichtbar zu machen.

Auf dieser Grundlage identifiziert refinq gezielte Anpassungs- und Schutzmaßnahmen, mit denen Unternehmen Risiken aktiv reduzieren können. Die Dimension „Natur“ wird damit zu einem operativen Steuerungsfaktor – und zu einem Hebel, um Standorte resilienter, effizienter und langfristig betriebsfähig nutzbar zu machen.

„Klimaresilienz wird für Unternehmen zunehmend zu einem essenziellen Bestandteil modernen Risikomanagements. refinq bietet dafür genau jene operative Tiefe, die Unternehmen für den strategischen Umgang mit Natur- und Klimarisiken benötigen. Das Team hat durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit ersten Großkunden gezeigt, dass es in der Lage ist, komplexe technologische wie auch regulatorische Herausforderungen zu meistern, und wir freuen uns darauf, es nun bei den nächsten Skalierungsschritten zu unterstützen.“ Markus Jandrinitsch – aws Gründungsfonds

„refinq adressiert ein klares Marktbedürfnis mit einer skalierbaren Lösung und einem starken Team, das die Umsetzung konsequent vorantreibt. Wir sehen großes Potenzial, das Geschäftsmodell weiter zu skalieren, und freuen uns, das Unternehmen auf seinem weiteren Wachstumspfad als Partner zu begleiten.“ Alex Burger – Symbia VC

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Über refinq

refinq entwickelt Risiko- und Resilienzsoftware für physische Klima- und Naturrisiken. Durch die Verknüpfung von Geodaten mit Vulnerabilitätsanalysen macht refinq Risiken auf Asset-Ebene quantifizierbar und steuerbar und unterstützt Unternehmen dabei, Standorte, Wertschöpfungsketten und damit die wirtschaftliche Tragfähigkeit ihres Geschäftsmodells gegenüber physischen Risiken zu stärken.

Über aws Gründungsfonds

Der aws Gründungsfonds ist ein österreichischer Venture-Capital-Investor mit einem Fondsvolumen von rund EUR 140 Mio. Als Investor begleitet der aws Gründungsfonds Startups von der ersten Wachstumsphase über nachfolgende Finanzierungsrunden (Series A/B) bis hin zum Exit. Der aws Gründungsfonds versteht sich als langfristiger, stabiler Partner mit einem Hands-on-Ansatz, der den Gründerteams aktiv als Sparringspartner zur Seite steht. Seit 2013 wurden in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Co-Investoren mehr als 600 Millionen Euro in über 45 Start-ups investiert und zahlreiche Exits realisiert.

Über SymbiaVC

SymbiaVC GmbH ist ein österreichischer Venture-Capital-Investor mit Sitz in Tirol, der sich auf frühphasige Beteiligungen mit einem Fokus auf den DACH-Raum und den Nordics spezialisiert hat. Neben Kapital ist SymbiaVC als langfristiger Sparringspartner für Gründerteams und unterstützt Portfoliounternehmen mit starker industrieller Expertise, Netzwerk und strategischem Know-how bei der Skalierung ihrer Geschäftsmodelle.

Über Fund F

Fund F ist ein Early-Stage VC-Fonds, der die vielversprechendsten von Frauen geführten Startups in ganz Europa unterstützt. Wir investieren Tickets von bis zu 600.000 EUR in Pre-Seed- und Seed-Unternehmen mit mindestens einer weiblichen Co-Gründerin. Das Portfolio umfasst bisher 23 Unternehmen, darunter be-Sirius, Senvo, KOA, Scholé und Uplift360. Fund F ist aus Female Founders hervorgegangen – der führenden europäischen Community für Unternehmerinnen mit über 85.000 Mitgliedern auf dem gesamten Kontinent.